Montag, Mai 20, 2024
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Die Stadt Schlieren und der Detailhandel setzen ein Zeichen

Text und Fotos: zVg. – Der Krieg in der Ukraine führt dazu, dass Energie knapp wird. Da eine Mangellage droht, werden verschiedene Sparmassnahmen von der Stadt Schlieren umgesetzt und Vorbereitungen für eine allfällige Energiekontingentierung getroffen. Der Detailhandel setzt ebenfalls ein Zeichen.

Die Stadt Schlieren hat Massnahmen umgesetzt, um möglichst effizient Energie zu sparen. In den städtischen Büros wird es maximal 19 Grad warm, am Wochenende und an Feiertagen wird die Grundwärme auf 15 Grad gesenkt. Das Warmwasser wurde in allen Gebäuden eingestellt, in Korridoren wurden Lichtquellen reduziert und Lüftungen in den Sitzungszimmern abgestellt. Alle Mitarbeitenden wurden sensibilisiert, Energie zu sparen und beispielsweise auf die Benützung der Liftanlagen zu verzichten.

In der Schule Schlieren wird das Warmwasser ebenfalls abgestellt, mit Ausnahme von Schul- und Hortküchen wie auch Duschanlagen bei Turn- und Sporthallen. Die Schulzimmer werden auf maximal 20 Grad geheizt, an Wochenenden wird die Temperatur auf 15 Grad reduziert. In Räumen, die selten genutzt werden, bleibt die Temperatur konstant bei 13 Grad. Zudem wird geprüft, wo und wann die Beleuchtung in Korridoren und Treppenhäusern reduziert werden kann.

Zeichen setzen im öffentlichen Raum
Der Stadtrat hat beschlossen, auf Weihnachtsbeleuchtungen sowohl in Gebäuden als auch im öffentlichen Raum zu verzichten. Die Beleuchtungsdauer der Gemeindestrassen an Wochenenden wird reduziert. Neu wird die Strassenbeleuchtung samstags und sonntags von 01.00 bis 05.00 Uhr ausgeschaltet.

Der Stadtrat will Mitarbeitende und die Bevölkerung für das Thema sensibilisieren. Auf www.schlieren.ch/energiemangel-
lage finden Sie weiterführende Informationen. Hauseigen-
tümerinnen und -eigentümer, Gewerbetreibende als auch Mieterschaft finden Link-Sammlungen für Energiesparmassnahmen aller Art.

Vorbereitung auf den schlimmsten Fall
Falls es tatsächlich zu einer Mangellage kommt, wird der Bund Verbrauchseinschränkungen und eine Kontingentierung beschliessen müssen. Die Stadt Schlieren hat eine Taskforce gebildet, welche die Entwicklung laufend verfolgt und die verschiedenen Bereiche auf den schlimmsten Fall vorbereitet.

Verzicht auf die Weihnachtsbeleuchtung: Detaillisten wollen in der Energiekrise ein Zeichen setzen
Pro Schlieren und Shopping Schlieren streben einen einheitlichen Umgang mit Schaufensterbeleuchtungen an. Diese sollen in Schlieren täglich von 21.00 bis 05.00 Uhr abgestellt werden. Zudem wird ganz auf Weihnachtsbeleuchtung verzichtet sowie teilweise auf Leuchtwerbung nachts und sonntags. Shopping Schlieren und ProSchlieren hoffen, weitere Detailhändler zum Stromsparen zu motivieren.

Langfristige Massnahmen
Die heutige Lage zeigt, dass der Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energien beschleunigt werden muss, um die Abhängigkeit vom Ausland zu minimieren und den CO2-Ausstoss zu reduzieren. Der Stadtrat lässt deshalb die Energieplanung früher als vorgesehen überarbeiten, um einen aktuellen Massnahmenplan erstellen zu können.

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