Freitag, Mai 24, 2024
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Einzigartiges Schlieremer Defibrillatorennetz

Ein dramatisches Ereignis auf dem Stadtplatz hat die Installation eines dichten Netzes von Defibrillatoren ausgelöst. Unter Fachleuten gewann das Projekt der Stadt Schlieren bereits schweizweit Anerkennung.

2016 ereignete sich auf dem Stadtplatz in Schlieren ein medizinischer Notfall. Eine Person erlitt einen Herzstillstand und musste durch Passanten reanimiert werden. Leider war damals kein Defibrillator auffindbar, welcher die wiederbelebenden Sofortmassnahmen hätte unterstützen können. Das dramatische Ereignis veranlasste Gemeinderätin Gaby Niederer, ein Postulat dazu einzureichen.

Der Stadtrat hat daraufhin ein Projekt gestartet, um sowohl im städtischen öffentlichen Raum als auch auf privaten Grundstücken mit grossem Publikumsaufkommen ein dichtes Netz von Defibrillatoren einzurichten. Mit der Installation von 23 Defibrillatoren konnte das mehrjährige Projekt kürzlich abgeschlossen werden. Die Kosten der Defibrillatoren auf Privatgrund wurden durch die Eigentümerinnen und Eigentümer übernommen.

Kommunikation via Apps
Mit diesem Projekt, dessen Grundlage die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Privaten und der öffentlichen Hand war, ging die Stadt Schlieren schweizweit einen neuen und innovativen Weg, der aus Sanitäts- und Rettungskreisen bereits viele positive Rückmeldungen ausgelöst hat. Die Standorte der Defibrillatoren sind unter www.defikarte.ch als auch auf der Webseite der Stadt Schlieren schnell auffindbar. Hier kann die Karte mit den Standorten auch heruntergeladen und ausgedruckt werden.

Schulungsangebote für Mitarbeitende und Bevölkerung
Gleichzeitig mit der Einweihung des Defibrillatorennetzes konnte das Personal der Stadtverwaltung bereits eine Schulung absolvieren. 30 Mitarbeitende haben das Angebot wahrgenommen. Astrid Romer, Fachstelle Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, war dabei: «Ich freue mich, dass so viele Kolleginnen und Kollegen am Kurs teilgenommen haben. Dieses Wissen verleiht Sicherheit im Notfall und kann Leben retten – nicht nur am Arbeitsplatz oder auf dem Arbeitsweg, sondern auch im privaten Bereich. Der Kurs ist sehr interessant und praxisbezogen. Wir konnten an einer Puppe die Reanimation und den Einsatz des Defibrillators üben. Dadurch verliert man die Angst, etwas falsch zu machen.» In den nächsten Wochen werden auch die städtischen Hauswarte und Werkhofmitarbeitenden geschult. 

Der Verein «Freizeit Schlieren» führt am 29. September und 7. Oktober 2021 (jeweils 19.00 oder 20.00 Uhr) für Einwohnerinnen und Einwohner von Schlieren kostenlose Kurse durch. Kursanmeldung:
www.vivat-schlieren.ch

Text & Bild: Stadt Schlieren

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