Donnerstag, Februar 29, 2024
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«Ich freue mich jetzt schon auf das neue Alterszentrum.»

Das Stimmvolk hat dem Neubau des Alterszentrums «Wohnen am Stadtpark» zugestimmt. Bis zum Bezug im Jahr 2027 hat Martin Santschi aber noch viel zu tun.

Was sind die nächsten Meilensteine des Neubauprojekts?
Derzeit wird die Baueingabe vorbereitet für das Baubewilligungsverfahren. Gleichzeitig werden die Fachplanungsarbeiten weitergeführt und Ausschreibungen vorbereitet.

Wofür zum Beispiel?
Nebst den Ausschreibungen für den Bau des Gebäudes sind Submissionen für Mobiliar, Küchen-, Restaurant- und Wäschereieinrichtungen, Textilien, Haustechnik, Energietechnik, Elektrisches und vieles mehr notwendig. Meine Aufgabe ist es unter anderem, den Bedarf für die Inneneinrichtung genau zu definieren, damit sie den Ansprüchen für die Pflegeabteilung und für altersgerechtes Wohnen entsprechen.

Wer unterstützt dich bei all diesen Arbeiten?
Es braucht viel Erfahrung und Knowhow in der Pflege und in der Hotellerie. Ich kann auf ein sehr professionelles Leitungsteam mit langjähriger Berufserfahrung zählen, allen voran die Bereichsleiterin Hotellerie mit 25 Jahren Treue im Alterszentrum Sandbühl. Der Bereich Liegenschaften der Stadt Schlieren ist zusammen mit den erfahrenen Architekten ein wichtiger Partner.

Wird denn für das neue Alterszentrum alles neu gekauft? Kann man nicht einiges noch weiterhin brauchen?
Wir haben eine Liste von vielen Artikeln, die uns in den Neubau begleiten werden: Schreibtische, Garderobenschränke, Chromstahlgestelle, Küchengeräte und Werkzeuge. Aber das wichtigste Gut, das wir mitnehmen werden, ist das Wissen und die Erfahrung unserer Mitarbeitenden – und natürlich unsere Bewohnerinnen und Bewohner.

Der Neubau wird Verbesserungen in verschiedenen Bereichen mit sich bringen. Welche sind deiner Meinung nach die wichtigsten?
An erster Stelle sind es natürlich die wunderbaren Lebensbedingungen für die Bewohnerinnen und Bewohner an zentraler Lage direkt am Stadtpark. Sie werden viel mehr am Stadtleben teilnehmen können, weil hier mehr Begegnungen mit allen Altersgruppen möglich sind, etwa bei den Spielplätzen, am Weiher, bei der Kirche oder im Café des Alterszentrums. Zudem sind die Einkaufsmöglichkeiten auch mit Rollator gut erreichbar. Das bringt den Bewohnerinnen und Bewohnern mehr Selbständigkeit. Die Nähe zum öffentlichen Verkehr wird auch von Mitarbeitenden und Besuchenden geschätzt. Die Pflegeabteilung wird neu auf einer Etage liegen, was die Arbeitsabläufe vereinfacht.

Wie sieht die Preisgestaltung der Stadt Schlieren aus für das Betreute Wohnen?
Die Stadt Schlieren hat sich zum Ziel gesetzt, für das betreute Wohnen bezahlbare Lösungen zu schaffen. Das heisst, wir investieren in Einrichtungen im mittleren Standard und werden preislich mit den privaten Anbietern in der Region mit vergleichbaren Leistungen und Angeboten bestimmt mithalten können.

Werden sich auch Leute mit Ergänzungsleistungen eine Unterkunft im Alterszentrum leisten können?
Ja, die Regelungen der aktuellen Taxordnung gelten auch im Neubau. Zudem gibt es Härtefallregelungen für ausserordentliche Fälle.

Stehen im neuen Alterszentrum genügend Wohnungen zur Verfügung für die Schlieremerinnen und Schlieremer?
Das Angebot wurde auf der demografischen Entwicklung basierend ausgelegt. Betreutes Wohnen ist nicht für alle notwendig. Mit dem Angebot der ambulanten Dienstleistungen können viele Leute in ihren bisherigen Haushalten bleiben.

Dazu ist ein gutes ambulantes Angebot notwendig. Wie sieht das Angebot in Schlieren aus?
Die ambulanten Dienstleistungen in Schlieren sind bereits gut ausgebaut. Neben der RegioSpitex Limmattal mit der Nachtspitex sind einige private Spitexorganisationen im Einsatz, der Mahlzeitendienst des Frauenvereins wird intensiv genutzt, der Treuhanddienst der Pro Senectute sowie das Tageszentrum des Pflegezentrums des Spitals Limmattal sind ebenfalls wichtige Angebote. In verschiedenen Bereichen dürfte die zunehmende Nachfrage zu einem Ausbau oder einer Ergänzung der bestehenden Dienstleistungen führen.

Welche Rolle spielt die Freiwilligenarbeit im Altersbereich?
Freiwillige Mitarbeitende sind nicht wegzudenken aus unserer Gesellschaft. Wir sind sehr dankbar, dass sie helfen, die Selbstständigkeit älterer Menschen zu erhalten. Wir dürfen seit vielen Jahren auf die Unterstützung des Besuchsdienstes der reformierten Kirche sowie einer weiteren Freiwilligengruppe zählen.

Die Freiwilligen statten Besuche ab, vorwiegend bei Personen, die keine Angehörigen mehr haben oder deren Angehörige weit weg wohnen. Mit Spielen und Spaziergängen vergeht die Zeit wie im Flug. Ausserdem haben wir freiwillige Fahrer, die mit unserem Kleinbus einmal wöchentlich ins Zentrum fahren, damit die rüstigen Bewohnerinnen und Bewohner bei Bedarf ihre Besorgungen erledigen können. Unser Ziel ist es, die Freiwilligenarbeit noch mehr zu stärken.

Martin Santschi freut sich über den Garten beim Alterszentrum Sandbühl.

Was wird in den Schlieremer Einrichtungen unternommen, damit sich die Bewohnerinnen und Bewohner nicht langweilen? Welche Angebote gibt es im Bereich der Aktivierung?
Wir haben ein reichhaltiges Programm, das vom besinnlichen Malen über Turnen und Spielen bis zu kreativem Werken reicht. Regelmässig finden Konzerte statt, und im Gedächtnisclub werden die Hirnzellen trainiert. Die reformierte als auch die katholische Kirche führen abwechselnd wöchentlich Gottesdienste durch. Hinzu kommen saisonale Anlässe wie der Grillplausch, das Sommerfest und der Wintermarkt.

Was sind deine Höhepunkte im Arbeitsalltag?
Ich schaue gerne bei den verschiedenen Aktivierungen vorbei. Oftmals bin ich beeindruckt von den kreativen Ergebnissen, was strahlende Gesichter auslöst. Dieser Kontakt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern ist mir wichtig.

Welches ist dein Lieblingsort in Schlieren?
Der Garten mit dem Weiher hinter dem Sandbühl gefällt mir sehr. Nach anstrengenden Sitzungen ziehe ich mich hier gerne kurz zurück, um meine Gedanken zu ordnen und Kraft zu tanken.

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