Schlieren
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Im Dienst der Sauberkeit

Das Personal des Schlieremer Abfuhrwesens ist sechs Tage pro Woche im Einsatz. An vier Tagen pro Woche sind Kehrichtwagen unterwegs. 2017 wurden in der Stadt insgesamt 8653 Tonnen Abfall eingesammelt oder abgegeben.

Schlieren ist eine der wenigen Gemeinden im Kanton Zürich, die über ein eigenes Abfuhrwesen verfügen. Das drückt sich im Personalbestand und im Fuhrpark aus. Insgesamt beschäftigt die Stadt im Entsorgungsbereich neun Personen. Der Fuhrpark besteht aus drei Kehrichtwagen, einem Lastwagen mit Kran und einem Lieferwagen zur Bedienung der über das Stadtgebiet verstreuten Abfallsammelstellen. Zum Zweck der Abfallsammlung ist Schlieren in zwei Gebiete – West und Ost – eingeteilt. In diesen Gebieten wird zweimal pro Woche der Haushaltkehricht abgeholt und einmal pro Woche Bioabfälle und Grüngut. In grösseren Abständen eingesammelt werden Karton, Papier, Sperrgut und Altmetall.

Wo es Informationen gibt

Was wann wo abgeholt wird, kann dem Abfallkalender entnommen werden. Dieser wird halbjährlich als Beilage des «Schlieremer» an alle Haushalte verteilt. Der Abfallkalender für das zweite Halbjahr 2018 liegt diesem «Schlieremer» bei. Informationen zum Abfuhrwesen in Schlieren sind auch auf der Webseite der Stadt und in der Schlieren-App zu finden.

Die Kehrichtwagen der Stadt sind jeden Arbeitstag ausser Mittwoch auf Tour. Am Mittwoch und am Samstag, wenn keine Kehrichtwagen unterwegs sind, ist die zentrale Sammelstelle im Werkhof geöffnet. «Wir sind sechs Tage pro Woche im Einsatz», sagt Markus Moosmann, Leiter des Abfuhrwesens in Schlieren.

Was mit dem Abfall geschieht

Auf der Sammelstelle im Werkhof kann abgegeben werden, was die Kehrichtwagen nicht vor der Haustür abholen kommen, etwa Kaffeekapseln, Pet-Flaschen, Öl oder Autobatterien. Glasflaschen sowie Aluminium- und Blechbehälter können an über die Stadt verteilten Sammelstellen deponiert werden. Sonderabfall – Fiebermesser, Medikamente oder Farben – können viermal pro Jahr beim Gemeindeplatz abgegeben werden. Für Tierkadaver besteht eine Sammelstelle im Büelhof beim Feuerwehrdepot.

2017 wurden in Schlieren insgesamt 8653 Tonnen Abfall gesammelt oder abgegeben (vgl. Tabelle). Brennbare Abfälle – insbesondere der Haushaltkehricht und das Sperrgut – gehen zur Limeco in Dietikon zur Verwertung. Bioabfälle und Grüngut kommt in das Vergärwerk der Biogas Zürich im Werdhölzli. Karton, Papier, Glas und Metall werden an regionale Recyclingfirmen verkauft.

Problem illegale Entsorgung

Das Abfuhrwesen in Schlieren funktioniert weitgehend reibungslos. Häufigstes Problem ist gemäss Moosmann die illegale Entsorgung von Abfällen an Sammelstellen oder im Wald. Immer wieder wird für Kehricht auch nicht der hellblaue, gebührenpflichtige Sack der Limeco verwendet, sondern ein schwarzer, gebührenfreier Sack. Was auch oft vorkommt, ist, dass Abfälle zur falschen Zeit am Strassenrand stehen.

Wer bei der illegalen Entsorgung erwischt wird, wird verzeigt. Er erhält eine Rechnung von 180 Franken für den Aufwand des Abfuhrwesens und eine Busse vom Statthalter. Wer Karton zusammen mit Papier entsorgt, muss mit einer Rechnung den Aufwand des Abfuhrwesens von 60 Franken rechnen, ebenso wer Papier lose in einer Tragtasche an den Strassenrand stellt.

Gebühren statt Steuern

Das Abfuhrwesen in Schlieren ist gebührenfinanziert. Dessen Dienstleistungen müssen kostendeckend sein, die Gebühren verursachergerecht. Steuergelder werden für die Abfallentsorgung keine eingesetzt. Erhoben wird bei jedem Haushalt eine Grundgebühr, die das Einsammeln der Abfälle und das Zurverfügungstellen der Sammelstellen deckt. Die Sackgebühr deckt die Transport- und Verbrennungskosten des Haushaltkehrichts. Für Kehrichtcontainer gibt es einen Containerbändel, für Sperrgut eine Sperrgutmarke.