Schlieren
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Kulturhistorischer Bau

Nur wenige Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde ab 1951 im Auftrag der Gemeinde Schlieren die Quartierturnhalle mit Kindergarten Im Moos erstellt. Turnhalle und Kindergarten wurden über einen Verbindungstrakt erschlossen und der Bau war bis in die Gegenwart fast originaltreu erhalten und deshalb auch im kommunalen und kantonalen Inventar kulturhistorischer Bauten eingetragen (was sich aufgrund der entsprechenden Vorschriften auch in den hohen Sanierungskosten niederschlägt).

Kindergarten und Turnhalle waren in dieser Zeit des Aufbruchs und Aufbaus für die östlichen Schlieremer Quartiere bis zur Stadtgrenze von Zürich von grosser Bedeutung. Mit dem Projekt betraut wurde der renommierte Zürcher Architek Walter Henauer. Unter der Turnhalle wurde ein Schwingkeller eingerichtet und seit vielen Jahren nützt die Interessengruppe Steinschleifen des Vereines Freizeit Schlieren eine Werkstatt.

Die Turnhalle hatte aber für ganz Schlieren eine Bedeutung, weil diese nicht nur für sportliche Anlässe wie etwa die legendären Turnerchränzli, sondern auch für die Gemeindeversammlungen, genutzt wurden. Die Begeisterung der Männer (ja, nur diese konnten damals an den Versammlungen mitbestimmen) für den neuen Veranstaltungsort im relativ weit entfernten Im Moos-Quartier war allerdings überschaubar und dem Vernehmen nach war diese Distanz dem Besuch der Gemeindeversammlungen nicht eben förderlich. Ab April 1961 wurden die Versammlungen denn zur Freude der meisten Teilnehmenden im Salmen-Saal durchgeführt, der 1957 eröffnet worden war.