Schlieren
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Jugendarbeit in Schlieren

Strassenfussballturnier bei den Schulhäusern Schulstrasse / Grabenstrasse.

 

Seit sechs Jahren betreibt die Fachstelle Jugend der Stadt Schlieren an der Leuengasse 4 Räume, die Jugendlichen als Treffpunkt dienen. Jugendarbeit hat aber in Schlieren eine bereits fünfzigjährige Geschichte. 1963 wurde an einer Gemeindeversammlung ein Kredit für die Realisierung eines Jugendtreffs bewilligt. In Fronarbeit bauten Jugendliche das alte Schützenhaus zu einem Jugendhaus um, das 1967 als eines der ersten Jugendhäuser der Schweiz in Betrieb genommen werden konnte. 1972 zog die Jugendarbeit in ein Haus an die Badenerstrasse um, neu unter der Leitung eines professionellen Jugendarbeiters. Das «JuHu» war ein grosser Erfolg. Bis zu 200 Jugendliche sollen sich abendlich dort getroffen haben. Im Verlaufe der Zeit kam es wegen Drogenproblemen zu diversen Schliessungen. Trotzdem blieb das Haus über lange Zeit ein beliebter Treffpunkt. Um die Jahrtausendwende nahm aber die Besucherzahl kontinuierlich ab, und bevor der geplante Abriss des baufälligen Hauses ausgeführt werden konnte, brannte es nieder.

 

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Stadtrat bereits beschlossen, die Jugendarbeit den neuen Bedürfnissen der Jugendlichen anzupassen. Ein Jugendhaus, so war damals der Tenor, sei nicht mehr zeitgemäss. Die Jugendkommission erhielt den Auftrag, mit einem Beratungsbüro ein neues Konzept für die Jugendarbeit auszuarbeiten. Im November 2003 stimmte das Gemeindeparlament der Umsetzung dieses Konzeptes und der Schaffung einer Fachstelle für Jugendfragen für fünf Jahre zu.

 

Während dieser fünfjährigen Pilotphase befand sich die Fachstelle an der Bahnhofstrasse. Während der Umsetzung und Evaluation des Versuchsbetriebes zeigte sich, dass eine reine Beratungstätigkeit nicht den Bedürfnissen der Jugendlichen entsprach. Gefragt war – damals wie heute – zusätzlich ein Ort, an welchem sich Jugendliche treffen und austauschen können. Der Stadtrat liess das Konzept für die Jugendarbeit aufgrund dieser Erfahrungen vollständig berarbeiten und unterbreitete im Mai 2009 der Stimmbevölkerung eine entsprechende Vorlage zur definitiven Einführung der Jugendarbeit. Deutlich, mit fast 70 % Ja-Stimmen, wurde das Vorhaben bewilligt. Ende Oktober 2010 konnte schliesslich das Kultur- und Begegnungshaus, kurz «kube», an der Leuengasse 4 eröffnet werden. Seither ist hier die Wirkungsstätte der Fachstelle Jugend. Das Gebäude dient als Treffpunkt und Veranstaltungsort, als Beratungs- und Informationsbüro sowie als Basis der offenen Jugendarbeit. Während der öffnungszeiten kümmern sich drei Mitarbeitende, die sich 190 Stellenprozente teilen, um die Jugendlichen ab der 5. Klasse, stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite und begleiten sie bei verschiedensten Aktivitäten. Lehrstellensuche ist genauso ein Thema wie Strassenfussball, Meitliwuche, Kinoabende oder Discos.

 

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Sprayworkshop im Keller als Ferienprojekt. 

Besuchstag

Wollen Sie sich selbst ein Bild über die aktuelle Jugendarbeit machen? Dazu haben Sie am Mittwoch, 7. Dezember 2016, Gelegenheit. Dann steht das «kube», welches sonst nur für die Jugendlichen geöffnet ist, von 14 – 20 Uhr allen Interessierten, vor allem aber auch Eltern, offen. Das Team der Fachstelle Jugend freut sich auf Ihren Besuch!