Samstag, Juli 13, 2024
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Menschen unterschiedlicher Herkunft entdecken gemeinsam ihren Wohnort

Sich im neuen Lebensumfeld zurechtzufinden ist für geflüchtete Menschen oftmals eine Herausforderung. Das Projekt «Gemeinsam hier» ermöglicht neue Kontakte und erleichtert die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.

Gemeinsame Aktivitäten stärken den Zusammenhalt
Andrea, 45 Jahre, lebt seit rund 10 Jahren im Bezirk Dietikon. Sie möchte ihren Horizont erweitern, indem sie Menschen aus anderen Ländern kennenlernt. Sich als Freiwillige zu engagieren, sieht sie als Chance, um auch ihren Kindern zu zeigen, dass die Privilegien in der Schweiz nicht selbstverständlich sind. Aus diesem Grund hat sie sich beim Tandemprojekt «Gemeinsam hier» angemeldet. Die Projektverantwortliche vermittelte ihr eine Türkin, die sich Kontakt mit einer Person wünscht, um sich auszutauschen und ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Seither verbringen die beiden Frauen regelmässig Zeit zusammen. Sie gehen spazieren, geniessen die Natur oder treffen sich zum gemeinsamen Kochen. Und natürlich reden sie viel über das Leben und die Schweiz.

Das Prinzip des Tandemprojekts «Gemeinsam hier» ist einfach: Ansässige Personen verbringen regelmässig Freizeit mit geflüchteten Personen. Diese Begegnungen sind für beide Seiten bereichernd, denn sie finden auf Augenhöhe statt. Im Tandem ermöglichen beide einen Einblick in ihren Alltag, sie tauschen Erfahrungen aus oder unterstützen sich. Die gemeinsamen Aktivitäten stärken den sozialen Zusammenhalt und die Integration am Wohnort. Nicht selten entstehen aus Tandems längerfristige Kontakte und Freundschaften.

Grosses Interesse und sorgfältige Begleitung
«Gemeinsam hier» ist ein Projekt des Verbands Schweizerischer Jüdischer Fürsorgen (VSJF), der sich unter anderem für die gesellschaftliche Teilhabe von geflüchteten Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, kulturellen und religiösen Zugehörigkeit einsetzt. Das 2021 lancierte Projekt wird im Auftrag des Kantons Zürich in den Bezirken Horgen und Dietikon angeboten, so auch in Schlieren.

Das kostenlose Angebot ist offen sowohl für Einzelpersonen als auch für Familien. Die Tandems werden sorgfältig eingeführt und begleitet. Sie treffen sich mehrmals pro Monat während mindestens einem halben Jahr. Daneben bietet «Gemeinsam hier» sowohl den freiwilligen als auch den geflüchteten Tandemteilnehmenden einen Erfahrungsaustausch an, organisiert Weiterbildungsveranstaltungen für die Freiwilligen und lädt jährlich zum grossen Tandemfest ein. 

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