Sonntag, Juli 21, 2024
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«Mit dem Start der Limmattalbahn geht eine spannende Lebensphase zu Ende»

Daniel Issler, Geschäftsführer Limmattalbahn AG, begleitete die Entstehung der Limmattalbahn von Anfang an. In den letzten 12 Jahren war er mit vielen Herausforderungen konfrontiert – und würde rückblickend etwas anders machen.

Herr Issler, wie fühlen Sie sich kurz vor dem Betriebsstart der Limmattalbahn (LTB)?
Ich bin etwas aufgeregt, aber das Gefühl der Vorfreude überwiegt. Es ist toll, dass die LTB am 11. Dezember den Betrieb aufnimmt.

Sie sind seit über 12 Jahren als Geschäftsführer der Limmattalbahn AG tätig und begleiten das Projekt «Limmattalbahn» von der Pike auf. Wie haben Sie diese Zeit erlebt?
Ich blicke auf eine einmalige und sehr spannende Zeit zurück. Die Grösse und Bedeutung des Projekts haben dazu geführt, dass kein Tag wie der andere war. Es gab immer wieder neue Herausforderungen zu bewältigen. In besonders guter Erinnerung bleibt mir die Zusammenarbeit mit den vielen interessanten Menschen, die die Entstehung der LTB in den vergangenen 12 Jahren begleitet haben.

Vor dem Baustart gab es im Limmattal auch Stimmen gegen die LTB. Haben sich die Limmattalbahn-Gegner während der Bauarbeiten bemerkbar gemacht?
Während der Bauzeit wurden die kritischen Stimmen weniger. Ich denke, es hat sich bewährt, dass wir stets möglichst transparent informiert haben, welche Arbeiten als nächstes anstehen. Bauarbeiten sind nicht angenehm für die Anwohnenden und das Gewerbe. Das war uns immer bewusst.

Die Verkehrssituation während der Bauarbeiten hat bei vielen Detailhändlern und Gastronomen zu einem Umsatzverlust geführt. Hat die LTB etwas geplant, um die Betroffenen zu unterstützen?
Wir waren immer bemüht, bestmöglich auf die Bedürfnisse des Gewerbes und der Läden entlang der Strecke einzugehen und Lösungen zu finden. Bei Veranstaltungen haben wir beispielsweise wo immer möglich lokale Anbieter berücksichtigt.

Zur Person:
Daniel Issler ist Dipl. Bauingenieur ETH/Exec. MBA HSG und seit 2010 Geschäftsführer der Limmattalbahn AG. Der 50-Jährige ist verheiratet und Vater von drei Kindern. In seiner Freizeit treibt er gerne Sport und interessiert sich für Politik.

Vor dem Baustart gab es viele Einsprachen. Welches waren die grössten Herausforderungen hierbei?
Definitiv die Anzahl. Wir mussten gleichzeitig 237 Einsprachen bearbeiten. Das war vor allem eine grosse organisatorische Herausforderung.

Wie geht es mit der Limmattalbahn AG weiter?
Noch bis Mitte 2023 sind wir mit den Abschlussarbeiten beschäftigt. Zudem stehen Abrechnungen sowie das Erstellen der Schlussabrechnung an. Alle Anstellungsverhältnisse enden auf spätestens Mitte 2023. Die Limmattalbahn AG wird als Firma bestehen bleiben – einfach ohne Mitarbeitende.

Am 10. Dezember findet das Eröffnungsfest im Depot der Limmattalbahn in Dietikon statt. Auf was dürfen sich die Gäste freuen?
Wir haben ein vielfältiges Programm geplant: Es gibt Showeinlagen vom Komiker-Duo Lapsus, eine Eis-Disco sowie eine Indoor-Schlittelbahn. Die kleinen Gäste haben die Möglichkeit, Lebkuchen zu verzieren, und beim Glücksrad gibt es tolle Preise zu gewinnen. Für den kleinen und grossen Hunger wird eine Vielzahl von Essens- und Getränkeständen geboten – alle von lokalen Anbietern zu familienfreundlichen Preisen.

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