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Schlieremer Schulhaus-Chronik 1732 – 2017

Geschichte, Stadt
Juni 2017

Die Schlieremer Schulhaus-Chronik zeigt auf, dass in den 1720er-Jahren erstmals ein Schulmeister regelmässig in Schlieren Unterricht erteilte. Um 1730 entschloss sich dann die kleine Gemeinde Schlieren, ein erstes Schulhaus zu bauen. Dieses konnte 1732 bezogen werden und steht heute noch an der Freiestrasse beim Stadthaus, liebevoll «Altes Schuelhüüsli» genannt. 

Im Mai 1901 wurde das Schulhaus «Grabenstrasse» mit Turnhalle eingeweiht. Somit mussten die Schlieremer Schülerinnen und Schüler nicht mehr nach Oberengstringen pilgern, um in den Genuss von Turnunterricht zu kommen.

Nach 14-jähriger Planung wurde kurz vor Weihnachten 1929 direkt östlich ans Schulhaus Grabenstrasse angrenzend das Schulhaus Schulstrasse in Betrieb genommen.

Nach den Kriegsjahren benötigte Schlieren dringend Turn- und Kindergartenräume. So wurde 1949 ein Doppelkindergarten an der Feldstrasse und 1952 die Turnhalle «Moos» mit Kindergarten und Aussensportanlage erstellt.

Ein Festtag in der Schlieremer Schulhaus-Chronik war der 1. Juli 1956, als mit einem grossen Umzug und einem Jugendfest die Schulanlage «Hofacker» (Hofi) feierlich eingeweiht werden konnte.

Im April 1965 verweigerte das Stimmvolk den Bau­kredit von 15 Mio. Franken für den Bau des Oberstufenzentrums «Kalktarren» mit nur 37 Nein-Stimmen mehr bei rund 800 Ja-Stimmen. Im zweiten Anlauf wurde 1968 der Baukredit von 17 Mio. Franken angenommen. Nach eher kurzer Bauzeit konnte 1970 das lang ersehnte Oberstufenzentrum «Kalktarren» eingeweiht werden.

285 Jahre nach dem Bezug des ersten Schlieremer Schulhauses kann die Stadt auf Beginn des Schuljahres 2017/18 die neue Schulanlage Reitmen beziehen, welche an der Volksabstimmung vom 24. November 2013 mit 78 % Ja-Stimmen angenommen wurde. Die neue Schulanlage mit 23 Klassenzimmern für rund 450 Schulkinder entsteht inmitten des Entwicklungsgebietes Schlieren West. Die Anlage für Primar- und Sekundarstufen, einschliesslich Kindergarten und Betreuung, soll auch eine Quartierzentrumsfunktion übernehmen.

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