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Stadtrat zieht positive Bilanz über die Erreichung der Legislaturziele 2014 – 2018


Die Bilanz zur Erreichung der Legislaturziele 2014 – 2018 fällt positiv aus. Die 48 Legislaturziele konnten grösstenteils erreicht werden. Dazu wurden 56 Massnahmen umgesetzt.

 

Zu Beginn der aktuellen Legislaturperiode, welche demnächst zu Ende geht, setzte der Stadtrat seine Regierungsschwerpunkte fest. Zu jedem Schwerpunkt wurden mehrere Ziele definiert und Massnahmen zur Zielerreichung ausgearbeitet, die in den Leistungs- und Wirkungszielen der einzelnen Ressorts konkretisiert wurden. Zur Erhebung des Zielerreichungsgrads bildete der Stadtrat verschiedene Themengruppen.

 

Lebensraum und Begegnung

 

Der öffentliche Raum soll wahrnehmbar zur Standortqualität Schlierens beitragen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde 2016 das Stadtentwicklungskonzept neu aufgelegt. Dieses enthält konzeptionelle Grundlagen für die raumrelevanten Entscheidungen der nächsten Jahre. Die Kernpunkte des Stadtentwicklungskonzepts wurden im Entwurf des kommunalen Richtplans Siedlung und Landschaft aufgenommen, welcher derzeit öffentlich aufliegt und anschliessend dem Gemeindeparlament als Vorlage unterbreitet wird. Bei der neuen Bau- und Zonenordnung, die derzeit überarbeitet wird, werden die Zielsetzungen des Stadtrats ebenfalls berücksichtigt. Die Zentrumsentwicklung wird auf eine hohe Aufenthalts- und Begegnungsqualität ausgerichtet. Der neue Stadtplatz mit dem markanten „Flügel“ ist im Entstehen begriffen und mit der Limmattalbahn wird die Anbindung Schlierens an den öffentlichen Verkehr entscheidend ausgebaut. Nicht gelungen ist es, das Stimmvolk davon zu überzeugen, dass ein neuer Stadtsaal als Ort der Begegnung die Entwicklung von Schlieren positiv beeinflussen könnte.

Der Stadtrat hat sich in der zu Ende gehenden Legislaturperiode zum Ziel gesetzt, das Angebot an attraktivem und bezahlbarem Wohnraum zu verbessern. Deshalb hat er zum Beispiel Wohnbaugenossenschaften städtisches Land zur Überbauung überlassen. Im Bereich Liegenschaften wurde die Planung für die neue Alterseinrichtung „Wohnen und Pflege am Bach“ in Angriff genommen. Mit dem neuen Schulhaus Reitmen, das 2017 eingeweiht wurde, ist dafür gesorgt worden, dass genügend Schulraum für den Nachwuchs der Schlieremer Familien für die kommenden Jahre vorhanden ist.

 

Kultur und Gesellschaft

 

Das kulturelle Angebot soll auf weitere Anspruchsgruppen ausgedehnt und besser bekannt gemacht werden. 2017 konnten zwei neue kulturelle Anlässe ins Leben gerufen werden, welche das Schlieremer Kulturleben bereichern, nämlich die Fête de la Musique sowie das Art & Food Festival. Dieses Festival, welches dieses Jahr erneut durchgeführt wird, leistet einen Beitrag zu einem gelungenen Miteinander der in Schlieren vertretenen Ethnien. Für die Jugendlichen werden gemäss Kulturkonzept neue Angebote geschaffen. Dazu zählen beispielsweise die neuen Spielnachmittage „open Sunday“ in Schulliegenschaften. Um die Bekanntheit der in Schlieren stattfindenden kulturellen Anlässe zu steigern, ist auf der städtischen Website der Veranstaltungskalender optimiert worden. Noch nicht erreicht werden konnte eine intensivere Koordination und Vernetzung zwischen den Akteuren im Kultur- und Sportbereich.

Kultur und soziokulturelle Integration sind eng miteinander verbunden. Um diesem Umstand vor dem Hintergrund des starken Wachstums von Schlieren hinreichend Rechnung zu tragen, sind die personellen Ressourcen im Bereich Integration aufgestockt worden. Auch die Integration der älteren Einwohnerinnen und Einwohner in die Schlieremer Gesellschaft ist voranzutreiben. Zu diesem Zweck ist eine Altersstrategie ausgearbeitet worden, welche die Bedürfnisse der betagten Mitmenschen aufzeigt und Lösungsansätze präsentiert. Da sich herausgestellt hat, dass ein Bedarf nach Spitexleistungen in der Nacht besteht, nimmt Schlieren an einem regionalen Pilotprojekt zur Einführung der Nachtspitex teil.

Auch sehr frühe Integration ist heute gefragt. So wird das Projekt „Spielgruppe plus“ , in welchem der Sprachförderung der Kleinen besondere Beachtung geschenkt wird, von der Stadt unterstützt. Im Rahmen des Projekts „zeppelin – familien startklar“ werden Familien mit Kleinkindern begleitet, bei welchen sich ein schwieriger Start in die Gesellschaft abzeichnet. Damit soll verhindert werden, dass Fremdplatzierungen von Kindern notwendig werden und bereits Jugendliche in die Sozialhilfe geraten.

 

Energie und Infrastruktur

 

Als Trägerin des Energiestadt-Labels hat die Stadt Schlieren eine Vorbildfunktion. Um die Energieeffizienz von städtischen Liegenschaften zu optimieren, sind Gebäudestandards für städtische Liegenschaften ausgearbeitet worden, welche bei Sanierungen oder Erweiterungs- bzw. Neubauten berücksichtigt werden. Die Sensibilisierung und Information der Öffentlichkeit über Energie-Themen wurde durch verschiedene Aktionen unterstützt, beispielsweise mit einer Veranstaltung zur E-Mobilität.

Die städtische Infrastruktur soll den Bedürfnissen der Einwohnerinnen und Einwohner entsprechen. In den letzten Jahren ist in diesem Zusammenhang der Bedarf nach Sanierung und Neugestaltung der Schlieremer Spielplätze erhoben worden. Die Bevölkerung war eingeladen, an Workshops Visionen für moderne und von den Kindern gerne besuchte Spielplätze zu entwickeln. Die Renovation und Erneuerung des Spielplatzes Schönenwerd wurde gemäss diesem Konzept umgesetzt.

Zu einer attraktiven Stadt gehört ein einladendes Erscheinungsbild der städtischen Grünflächen und Strassen. Für die Bewirtschaftung der Pärke und Anlagen hat die Stadt einen neuen Bereich „Grünunterhalt“ geschaffen. Im Bereich der Abfallentsorgung ist die Einwohnerschaft mittels Sensibilisierungskampagnen dazu angehalten worden, Abfälle korrekt zu entsorgen. Die Einführung einer Schadensmelder-App ist von der Bevölkerung sehr gut aufgenommen worden. Die App, mit welcher Schäden und unansehnliche Situationen im öffentlichen Raum mit wenigen Klicks der Stadt gemeldet werden können, wird rege genutzt.

 

Finanzen und Wirtschaft

 

Im Bereich Finanzen mussten die mit dem neuen Gemeindegesetz verbundenen Neuerungen umgesetzt werden. Die Stadt Schlieren führte als eine der ersten Gemeinden im Kanton und Teilnehmerin eines Pilotprojekts das neue Rechnungslegungsmodell HRM2 ein, was einen enormen Aufwand bedeutete. Es mussten umfangreiche Schulungen mit Behördenmitgliedern und Verwaltungsangestellten durchgeführt werden. Um das finanzielle Haushaltsgleichgewicht der Stadt auch in Jahren mit hoher Investitionstätigkeit gewährleisten zu können, wurden im Rahmen des Entlastungsprogramms 2017 in enger Zusammenarbeit zwischen Stadtrat und Verwaltung über 300 Massnahmen zur Aufwandminderung und Ertragserhöhung ausgearbeitet und im Jahr 2018 teilweise umgesetzt.

Im Bereich der Wirtschaftsförderung konnten mit dem Zuzug von vielen neuen Firmen diverse Erfolge verbucht werden. Es ist gelungen, mit dem Biotech-Cluster nationale Bedeutung und Bekanntheit zu erreichen. Zudem wurde Schlieren durch verschiedene Massnahmen zu einem geschätzten Standort für Startup-Unternehmen.

 

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