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Februar 2018

Wahltag ist Zahltag

So lautet ein geflügeltes Wort. Meist wird es eher in negativem Sinne gebraucht, wenn es darum geht, Kritik am Regierungsstil einer Behörde oder einer gewählten Person zu üben. Aber eigentlich ist der Zahltag doch ein guter Tag. Jedenfalls kann ich mich noch bestens daran erinnern, wie mein Vater in durchwegs aufgeräumter Stimmung wöchentlich sein gelbes Papiersäckchen mit dem Lohn in bar nach Hause brachte.

 

In wenigen Tagen stehen auch bei uns in Schlieren Wahlen an. Die Parteien haben in den letzten Monaten ihre Wahlstrategie festgelegt, Parteiziele und Slogans formuliert sowie Kandidatinnen und Kandidaten portiert. Mit dem diesem Magazin beigelegtem Wahlspezial erhalten Sie einen Überblick über die Resultate dieses Prozesses.

 

Mich persönlich beschäftigen diese Wahlen in besonderer Weise. Als ich zum ersten Mal die Wahlunterlagen meiner Partei sah, wurde mir erst richtig bewusst, dass mein Porträt auf keinem Wahlplakat und keinem Prospekt mehr erscheinen wird. Das hat mich schon etwas bewegt. Nach 20 Jahren Gemeindepolitik, davon 4 Jahre im Parlament und 16 im Stadtrat, wobei ich 8 Jahre lang als Stadtpräsident wirkte, gilt es Abschied zu nehmen und Rückschau zu halten. Die Beurteilung der letzten Amtsperioden habe ich Ihnen zu überlassen. Es war eine bewegte Zeit, hat sich doch unsere Stadt im vergangenen Vierteljahrhundert im wahrsten Sinn des Wortes neu erfunden. Die grossen Veränderungen, der Übergang von der etwas vergessenen Vorstadt zu einem prosperierenden Wohn- und Arbeitsort mit urbanem Gepräge, werden unterschiedlich wahrgenommen. Vielen ist dieser Wandel auch etwas gar schnell gegangen.

 

Mir bleibt zu danken. Meiner Familie und speziell meiner Frau für ihre Begleitung während all diesen Jahren, meinen Kolleginnen und Kollegen im Stadtrat, im Parlament und in den verschiedenen Kommissionen, auch meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung, vor allem natürlich der Abteilung Präsidiales, die mich in meinem Wirken tatkräftig und loyal unterstützten. Und danken möchte ich auch Ihnen, liebe  Schlieremerinnen und Schlieremer, für Ihr Wohlwollen und für Ihre Achtung mir und meinem Amt gegenüber, welche ich immer wieder in direkten Begegnungen erleben durfte. Es wird mir in c

berührender Erinnerung bleiben, wie ein vor vielen Jahren aus dem Süden zugezogener Mann mich im Lilie-Zent­rum jeweils mit «Buongiorno, il presidente», begrüsste.

 

Toni Brühlmann-Jecklin

Stadtpräsident Schlieren

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