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standpunkt von Fiona Stiefel

Mein Schlieren? Unser Schlieren!

Und es kam anders, als gedacht. Der 4. März brachte für mich persönlich – und sicher auch für viele von Ihnen – einige Überraschungen. Einmal mehr zeigte sich, dass die Politik ihre eigenen Regeln hat. Das mir entgegengebrachte Vertrauen und meine Wahl ins Schlieremer Gemeindeparlament erfüllt mich mit Stolz und Freude, durfte ich damit doch nicht wirklich rechnen. Unterdessen bin ich im politischen Alltag in Schlieren angekommen und nehme die verschiedenen Aufgaben wahr. Fraktionssitzungen, Parlamentssitzungen, Aktenstudium und ein reger Austausch mit verschiedensten Personen zur Meinungsbildung gehören von nun an als fester Bestandteil zu meinem Leben. Unter uns gesagt: Mir gefällt diese neue Aufgabe.

 

Wie stelle ich mir „mein Schlieren“ vor? Das Nein zum Architekturwettbewerb für einen Stadtsaal hat mich, nicht nur als Musikantin der Harmonie Schlieren, sondern auch als junge Schlieremerin hart getroffen. Die deutliche Ablehnung hat mich erstaunt und sie macht mich nachdenklich. Für mich ist Schlieren eine dynamische, fortschrittliche, weltoffene und pulsierende Stadt mit Lebensqualität. Kultur, Vernetzung und eine erfolgreiche Standortförderung sind dabei von grosser Bedeutung für Schlierens Zukunft. Baustellen und Umleitungen mögen zurzeit störend sein, aber sie zeugen von wichtigen und zukunftsweisenden Veränderungen. Bald schon fährt das erste Tram der Limmattalbahn durch Schlieren – ich freue mich auf diesen Moment.

 

„Damit Bildung in Schlieren auch weiterhin GROSS geschrieben wird!“ war mein Wahlslogan. Als leidenschaftliche Primarlehrerin liegen mir die Bildung und Zukunft der Kinder besonders am Herzen. Die Schulzeit ist ein wichtiger Pfeiler in der Entwicklung vom Kind zum mündigen Erwachsenen. Mit meinem täglichen Engagement und einem didaktisch wertvollen Unterricht, welcher die Talente und Fähigkeiten der Kinder gezielt fördert, will ich meinen persönlichen Beitrag leisten. Die Stadt Schlieren kann und muss ihren Teil ebenfalls dazu beitragen. Sei es durch attraktive Spielplätze, abwechslungsreiche Freizeitangebote, eine kompetente Jugendarbeit und mit einer gut funktionierenden Randzeitenbetreuung sowie zahlbaren Krippenplätzen, damit Familie und Beruf vereinbar sind. Bleiben wir dran, setzen wir uns gemeinsam und jeder nach seinen Möglichkeiten für eine nachhaltige Zukunft und für unser Schlieren ein: „Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten.“ (Willy Brandt)

 

Fiona Stiefel, Primarlehrerin in Schlieren und Gemeinderätin (FDP)