Anmelden



Passwort vergessen Registrieren

Standpunkt

Home, Limmattalbahn, Standpunkt
November 2018

Liebe Schlieremerin, lieber Schlieremer

 

Schlieren wächst und verändert sich momentan in so grossen Schritten, wie wir uns das wohl vor 15 Jahren kaum vorgestellt hätten. Dass der Autooccasionshandel aus dem Zentrum von Schlieren verdrängt wurde, empfindet wohl kaum jemand als negativ. Braucht es eine Limmattalbahn? Die Abstimmung, vor allem auch die zweite Abstimmung darüber, war klar und deutlich. Die verbundenen Erschwernisse und Lärmimissionen für die Bevölkerung und die Geschäfte entlang der Zürcherstrasse sind während der Bauzeit gross und an der Grenze des Zumutbaren. Allerdings entsteht auch etwas Neues, und der neue Stadtplatz könnte sich zu einem grossen Gewinn für die Bevölkerung entwickeln.

 

Mit der Vollendung der ersten Etappe in Schlieren ist es aber noch nicht vorbei, da dann die zweite Etappe Richtung Dietikon in Angriff genommen wird, zweifelsfrei auch hier mit den entsprechenden temporären Folgen für alle Anwohner und Gewerbler. Zudem werden ja auch munter weiter Wohnblöcke in die Höhe gezogen, und es ist aus heutiger Sicht nicht absehbar, dass es in nächster Zeit zu einer Trendumkehr kommen wird, was unweigerlich dazu führt, dass wir uns wieder oder weiterhin Gedanken machen müssen, ob die Infrastruktur ausreichend ist in Schlieren. Absehbar ist, dass wir bei gleichbleibendem Bevölkerungswachstum nicht darum herum kommen, nochmals neuen Schulraum zur Verfügung zu stellen, aber auch das neue Altersheim wird wohl gebaut werden müssen. Ob sich Schlieren dann zu einem späteren Zeitpunkt auch noch einen Stadtsaal leisten will, steht in den Sternen, würde aber auf längere Sicht auf alle Fälle Sinn machen, da für Firmenevents, aber auch für Vereine eine geeignete Lokalität zu Verfügung stehen sollte. Mit dem heute noch verfügbaren Salmensaal wird in den nächsten Jahren etwas passieren, die Abrissbirne ist aus Renditeüberlegungen wohl die logische Folge. Da der Saal nicht der Stadt gehört, hat sie auf diesen Entscheid auch nur einen sehr beschränkten Einfluss. Deshalb wäre hier ein nächster Anlauf für einen neuen Stadtsaal dringend notwendig. Viele Vereine betreiben eine Jugendabteilung und leisten damit einen grossen Beitrag zur Integration von Jugendlichen. Der Aufwand dafür ist bei allen Vereinen entsprechend hoch. Ich bin überzeugt, dass die Vereine mit ihrem Engagement einen wertvollen Beitrag leisten, damit die Kinder/Jugendlichen nicht ins Negative abzustürzen. Nicht zuletzt können so auch hohe Sozialkosten vermieden werden.

 

Darum lohnt es sich, die Vereine und deren Anliegen, wie zum Beispiel bei einem Stadtsaal, zu unterstützen. Ebenso wichtig ist aber auch, dass sie, ob Alteingesessene oder Neuzuzüger, den Vereinen aktiv beitreten, um sie damit zu stärken und die Vielfalt zu erhalten. Neuzuzüger werden in den Vereinen lebensfreudige und offene Schlieremer kennen lernen, sich damit automatisch in Schlieren integrieren und nicht zuletzt werden sie sich am neuen Wohnort damit schneller wohl und zu Hause fühlen. Die Auswahl ist so gross, dass es für fast alle etwas gibt. Vielleicht probieren sie aber auch mal was Neues aus? Ein Versuch lohnt sich!

 

Mit vorzüglicher Hochachtung
Daniel Laubi
Präsident Faustball STV Schlieren

Kommentar abgeben


* Pflichtfelder