Schlieren
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standpunkt

Halbjahresrückblick

Für einen klassischen Jahresrückblick bin ich spät dran – die macht man ja gewöhnlich im Dezember. Und nach dieser
Zeitrechnung ist es für einen Halbjahresrückblick noch reichlich früh.

 

Mein Halbjahresrückblick bezieht sich aber nicht aufs Kalenderjahr, sondern auf die Aussage eines Kollegen während meiner Ausbildungszeit: «An einer neuen Pfarrstelle musst du zuerst einmal ein Jahr lang dabei sein, damit du siehst, wie alles läuft.» Nach gut einem halben Jahr als reformierter Pfarrer in Schlieren habe ich tatsächlich schon Einiges gesehen. Gleichzeitig merke ich, dass ich noch lange nicht alles über Schlieren weiss. Denn die Stadt und ihre Einwohnerinnen und Einwohner sind vielseitig.

 

Am besten zeigte sich das eigentlich schon im vergangenen September am Schlierenfest: Innert kurzer Zeit bekam ich einen Eindruck vom regen Vereinsleben, von den verschiedenen Lebenssituationen der Schlieremerinnen und Schlieremer und von den verschiedenen kulturellen Hintergründen der Menschen, die in dieser Stadt miteinander leben.

 

Ich geniesse das Miteinander, das sich in der Freundlichkeit äussert, mit der mir Menschen in allen Teilen von Schlieren begegnen – sowohl in traditionelleren, «dörflichen» Quartieren als auch in Neubaugebieten. Zugleich fordert mich dieses Miteinander aber auch heraus. Als Pfarrer will ich dazu beitragen, dass in der reformierten Kirche Raum für diese Vielfalt ist, damit Menschen mit allen möglichen Hintergründen, Lebenssituationen und Interessen mitinander und mit Gott in Kontakt kommen können.

 

Ich freue mich darauf, Schlieren und seine Einwohnerinnen und Einwohner im nächsten halben Jahr und darüber hinaus noch näher kennenzulernen.

Christian Morf,
reformierter Pfarrer