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Standpunkt von Manuela Stiefel

Standpunkt
Juni 2017

«Man weiss nie, was daraus wird, wenn die Dinge verändert werden. 
Aber weiss man denn, was daraus wird, wenn sie nicht verändert werden?»

(Elias Canetti, Schriftsteller und Nobelpreisträger für Literatur)

 

Veränderungen berühren uns. Sie können unser Leben ordentlich durcheinander bringen, und sie tauchen bisweilen ganz unerwartet auf. Manchmal sehnen wir sie herbei und hoffen auf den Neubeginn, der mit ihnen verbunden ist. Manchmal empfinden wir sie aber auch als Störung und als Spielverderber. Wie viel angenehmer wäre es doch, wenn all das Gute einfach gut bliebe, sich nicht der Veränderung unterwerfen müsste.

Die Natur zeigt es uns: Die Kraft des Wandels treibt das Sein und Werden unermüdlich voran, lässt uns stets aufs Neue staunen und aufatmen.

Veränderung und Wandel, Vertrauen und Neuanfang – diese Themen ziehen sich einem roten Faden gleich durch die vorliegende Ausgabe des Schlieremers.

Mit ihren Geschichten aus dem Alltag spüren Bruno Meier und Verena Rothenbühler vergangenen Zeiten nach, die geprägt waren von einem Umwälzungsprozess, der tiefgreifende Veränderungen brachte. Im Beitrag über geschichtliche Bauten begegnen uns Zeugen dieses Wandels, die uns die Stärke des Aufbruchs vor Augen führen. Das Rad der Zeit dreht sich munter weiter, auf Industriebrachen entstehen neue Wohnquartiere, die Heimat bieten und neue Begegnungen ermöglichen. Der Pavillon auf dem Stadtplatz kündigt den Baubeginn der Limmattalbahn an, und der Bericht über das Notariat zeigt, wie gewissenhaft Veränderungen dokumentiert werden.

Am Tag der Wirtschaft befassen sich die Referenten mit den Herausforderungen des Wachstums, vor denen die Gemeinden und Städte im Limmattal stehen.

Auch Schlieren befindet sich in einer dynamischen Entwicklung, das Gesicht unserer Stadt verändert sich, Neues gesellt sich zu Bestehendem.

In Schlieren West erhält derzeit ein imposanter Bau den letzten Schliff. Im August werden mehr als 400 Kinder und Jugendliche ihr neues Schulhaus in Beschlag nehmen dürfen. Mit Kosten von 75,5 Mio. Franken ist das Schulhaus Reitmen das grösste und teuerste städtische Bauvorhaben, welches die Stadt Schlieren je realisiert hat. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich am Samstag, 17. Juni, am Tag der offenen Türen, selber ein Bild von dieser modernen Schulanlage zu machen.

Mit unglaublichen 78% Ja-Stimmen haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger den Neubau seinerzeit genehmigt.


Dieses Vertrauen wünsche ich mir auch für die nächsten beiden geplanten Hochbauten, den Stadtsaal und die Alterseinrichtung.

Wenn wir es nicht versuchen, wissen wir nie, ob wir es geschafft hätten.

 

 

Manuela Stiefel
Stadträtin Schlieren

Ressortvorsteherin Finanzen
und Liegenschaften

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