Anmelden



Passwort vergessen Registrieren

Täglich im Dienst der Öffentlichkeit

Werkhof
November 2017

Der Werkhof ist die zentrale Schaltstelle der Abteilung Werke, Versorgung und Anlagen der Stadt Schlieren. Seine Mitarbeitenden sammeln Abfall ein, halten Strassen, Plätze  und Parks sauber, liefern Wasser und Gas und betreuen Sportplätze und betreiben das Schwimmbad. Die Abteilung ist auch Herausgeber des Abfallkalenders, der diesem «Schlieremer» beiliegt.

 

Die Zahlen sind beeindruckend: 5600 Tonnen Kehricht sammelt das Abfuhrwesen der Stadt Schlieren jährlich ein. Dazu kommen 1300 Tonnen Papier und Karton, 1100 Tonnen Grüngut, 600 Tonnen Glas, 120 Tonnen Metall und 20 Tonnen Sonderabfall (Batterien, Elektroschrott, Tierkadaver usw.). 2 Millionen Liter Wasser stellt die städtische Wasserversorgung den Haushalten jährlich zur Verfügung. Und die Gasversorgung liefert ihnen über 100 Gigawattstunden Heizgas.

 

Abfuhrwesen, Wasser- und Gasversorgung: Das sind Dienstleistungen der Abteilung Werke, Versorgung und Anlagen der Stadt mit dem Werkhof an der Bernstrasse 72 als zentraler Schaltstelle. Das ist noch nicht alles: Die Abteilung ist auch für den Unterhalt der städtischen Strassen und Grünanlagen zuständig, betreut Sportplatz und betreiben das Schwimmbad, befasst sich mit dem öffentlichen Verkehr in der Stadt und setzt die Energiestrategie Schlierens um. Die Abteilung und der Werkhof böten «die publikumsorientiertesten Dienstleistungen der Stadt Schlieren» an, sagt ihr Chef Roger Gerber. «Jede und jeder, der in Schlieren wohnt und arbeitet, nimmt praktisch täglich bewusst oder unbewusst ihre Dienstleistungen in Anspruch.» Stadtrat Stefano Kunz, der Ressortvorsteher Werke, Versorgung und Anlagen, spricht von der «Visitenkarte Schlierens».

 

Seit 2003 bestehend

Das öffentliche Gesicht der Abteilung Werke, Versorgung und Anlagen ist der Werkhof. Er besteht zentral seit 2003 am heutigen Standort an der Bernstrasse 72. Vorher war er über verschiedene Standorte verstreut. 2016 wurde der Werkhof um eine neue Werkhalle erweitert. Integriert in den Werkhof ist ein Bürotrakt, der den administrativen Teil der Abteilung Werke, Versorgung und Anlagen beherbergt.

 

Die Abteilung zählt 36 Mitarbeitende. Während des Sommers sind es saisonbedingt etwas mehr; dann gehört auch noch das Schwimmbadpersonal dazu. In den zwei Hallen des Werkhofs haben rund 30 Fahrzeuge ihren Parkplatz – Kehrichtwagen, Strassenreinigungsmaschinen, Mähmaschinen, Baudienstlastwagen, Montagefahrzeuge, Gross- und Kleintransporter. In die Hallen integriert sind Werkstätten für den Unterhalt dieser Fahrzeuge und Maschinen.

 

Zweimal die Woche ist der Werkhof auch für das Publikum geöffnet. Am Mittwochnachmittag und ab 2018 auch jeden Samstag können die Einwohner der Stadt Abfälle aller Art zum Entsorgen vorbeibringen. Wann genau die Abfallsammelstelle des Werkhofs geöffnet hat und welche Abfälle entsorgt werden können, kann dem Abfallkalender entnommen werden, der dieser Ausgabe des «Schlieremer» beiliegt.

 

Viele Holdienstleistungen

Im Übrigen zeichnet sich Schlierens Abfuhrwesen durch sehr viele Holdienstleistungen aus. Zweimal wöchentlich wird der Haushaltkehricht und Sperrgut eingesammelt, von Frühling bis Herbst einmal wöchentlich, im Winter vierzehntäglich Grüngut, vierzehntäglich oder monatlich Papier, Karton und quartalweise Metalle. «Wir haben in der Stadt einen hohen Kundenstandard bei den Holdienstleistungen», betont Werkhofchef Gerber.

 

Auch in Sachen öffentliche Sauberkeit lässt Schlieren nichts anbrennen. Eine Putzequipe, bestehend aus zwei Strassenreinigungsmaschinen und drei Personen, die Handreinigungen vornehmen, kommt jede Woche ein- bis zweimal an praktisch jedem Ort der Stadt vorbei. Die Grünanlagen werden ein- bis viermal pro Woche gereinigt und in Stand gehalten. «Das ist ein beträchtlicher Aufwand, der da betrieben wird», sagt Gerber. Noch mehr putzen lohne sich nicht nur aus Kosten-/Nutzenüberlegungen nicht, es würde damit auch ein falsches Signal an die Bevölkerung geben – nämlich, dass immer einer hinterher aufräumt.

 

Ein Problem sei, bei der Bevölkerung genügend Disziplin in der Abfallentsorgung hinzukriegen. Abfall einfach achtlos wegwerfen und denken, es kommt dann schon jemand, der aufräumt, gehe nicht. Jede und jeder müsse seinen Beitrag leisten, damit die Stadt sauber bleibe. Schlieren hat deshalb eine Anti-Littering-Kampagne gestartet. Sichtbares Zeichen der Kampagne sind die gelben Aufkleber an den öffentlichen Kehrichtkübeln.

 

Einnahmen und Ausgaben

Im Winter erledigt der Werkhof auch die Schneeräumung. Dafür können die eigenen Fahrzeuge mit Schneepflügen und Salzstreuern ausgerüstet werden. Für den Winterdienst sind drei Pikettgruppen à rund zehn Personen zuständig. Eine Pikettgruppe ist ständig einsatzbereit – also auch nachts und an Wochenenden.

 

Diese Abteilung lasse sich gut mit einem gewerblichen Betrieb vergleichen, sagt der 51-jährige Gerber, der eine Ausbildung als Bau- und Wirtschaftsingenieur hat. Kopf- und Handarbeit liessen sich nicht trennen. Strategien, die im Kopf entschieden würden, müssten mit Handarbeit umgesetzt werden. Die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Betrieb und deren Engagement zugunsten der Öffentlichkeit sei sehr hoch, erklärt Gerber. «Davon profitieren die Einwohner Schlierens.»

 

 

Text und Fotos: Martin Gollmer 

Kommentar abgeben


* Pflichtfelder