Wie sich die Dietiker Vereine durch die Pandemie gekämpft haben

Verbote, Einschränkungen, Massnahmen: Sport- und Kulturvereine schweizweit haben eine schwierige Zeit hinter sich. Pascal Stüssi sitzt als Präsident des Kartells der Ortsvereine Dietikon (KOVD) am Puls der lokalen Vereine. Er zieht im Kurzinterview mit Nau.ch für die Zukunft eine vorsichtig positive Bilanz.

Nau.ch: Wie haben Sie als Präsident des Kartells der Dietiker Vereine das vergangene Jahr erlebt?

Pascal Stüssi: Für die Vereine war es ein Jahr der Entbehrungen. Es konnte weder trainiert und geübt werden, noch gab es Veranstaltungen oder Wettkämpfe.

Das schlug sich natürlich auch auf die Finanzen nieder.

Für viele Vereine sind Events zentral, um Einnahmen für die Vereinskassen zu generieren. Und nicht wenige Vereine hatten trotz des Aussetzens des Vereinslebens laufende Kosten.

Die Vereine waren sehr gefordert, und auch der KOVD hatte viel zu tun. Doch zum Glück haben wir vom städtischen Krisenstab GFO viel Unterstützung erhalten.

Und: Intensive Zeiten sind irgendwo auch immer lehrreiche Zeiten. Welcher Verein hatte schon jemals mit dem Erstellen von Schutzkonzepten zu tun? Das wird sicher auch zukünftig von Nutzen sein.

Nau.ch: Aktuell geniessen die Vereine viele Lockerungen, doch die Fallzahlen steigen wieder leicht an. Wie schauen Sie in die Zukunft?

Pascal Stüssi: Einerseits freut mich sehr, dass wieder «Schwung» in die Sache kommt.

Der Fussballclub Dietikon etwa hat nach der Absage des Schülerturnier im letzten Jahr nun wieder ein regionales Schülerturnier durchgeführt. Mit 116 teilnehmenden Mannschaften war das Interesse riesig. Auch alle anderen Vereine aktiv, und gestalten ihr Vereinsleben voller Elan.

Andererseits sind wir uns bewusst: Man darf Corona nicht einfach bei Seite schieben. Die Pandemie ist nach wie vor präsent, viele Menschen sind verunsichert. Wir schauen vorsichtig, aber auch optimistisch in die Herbst/Winter-Saison.

Im September soll der KOVD-Event «Tag der offenen Vereinstüren 2021» in Dietikon stattfinden.

Pascal Stüssi: Der Tag ist eine tolle Chance für die Vereine, sich der Bevölkerung zu präsentieren. Sie können neue Mitglieder anwerben und damit ihre Zukunft gestalten.

Da am selben Tag der Dietiker Herbstmarkt stattfindet, werden sicher viele Interessierte angelockt.

Ich freue mich auch besonders auf Regierungsrat Mario Fehr, welcher uns vor Ort besucht und die Gäste und Vereine mit einer Ansprache begrüsst.

Quelle: Nau.ch