Donnerstag, Juni 13, 2024
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Trinkwasser muss auch in Notlagen zur Verfügung stehen

Plötzlich kommt nichts mehr aus dem Wasserhahn! Eine durchaus realistische Situation, denn verschiedene Ereignisse können uns von einer Sekunde zur anderen vom lebenswichtigen Elixier abschneiden. Die Wasserversorgung der Stadt Schlieren ist auf Notfälle vorbereitet.

Die Abteilung Werke, Versorgung und Anlagen ist dafür zuständig, dass das frische Nass rund um die Uhr zur Verfügung steht. Doch Naturgefahren, technische Störungen, Sabotage oder gar kriegerische Handlungen können die Versorgung der ganzen Stadt unterbrechen. Um sich auf solche Situationen vorzubereiten, wurde ein Massnahmenplan unter Einbezug von Stadtpolizei, Feuerwehr und Zivilschutz erarbeitet.

Der Plan sieht vor, dass bei einer unterbrochenen Versorgung ab dem vierten Tag pro Einwohner und Tag vier Liter Trinkwasser zur Verfügung gestellt werden müssen. Ab dem sechsten Tag sind 15 Liter abzugeben. Bevorzugt werden dabei das Spital Limmattal und die Pflegeheime. Für die Versorgung von Landwirtschaftsbetrieben mit Nutztieren besteht in Schlieren die Möglichkeit, auf ein separates Quellwassernetz zurückzugreifen.

Bei einem regionalen oder überregionalen Stromausfall müssen die Einwohnerinnen und Einwohner mit 100 Liter Trinkwasser pro Tag versorgt werden. Dies entspricht bei rund 20’000 Einwohnenden einer Wassermenge von rund 2000 m3 Wasser pro Tag. Dies ist möglich durch eine mobile Stromversorgung, die in diesem Notfall eingesetzt werden kann.

Die Anforderungen an die Trinkwasserversorgung in Notlagen sind:

  • Aufrechterhalten der öffentlichen Versorgung
    mit Trinkwasser so lange wie möglich
  • auftretende Störungen raschmöglichst beheben
  • Beschaffung, ggf. Aufbereitung und Verteilung von fehlendem Wasser im Falle des Ausfalls des Wasserversorgungsnetzes
  • Erstellung von behelfsmässigen Anlagen
    und Installationen
  • Instandstellung nicht mehr funktionsfähiger
    Anlagen und Installationen

Mit den verschiedenen Bezugsmöglichkeiten in Zürich, Dietikon oder Urdorf sowie weiteren Quellen ist die Wasserversorgung Schlieren für eine Notlage gut aufgestellt. Bei grösseren Schäden an Anlagen und Leitungen muss das Wasser zu den Abgabestellen in Schlieren transportiert werden. Dieser Transport sowie die Verteilung des Wassers stellen logistisch die grössten Herausforderungen dar und können nur mit Hilfe des Zivilschutzes bewältigt werden. Nach einer Erhebung der Schäden am Versorgungsnetz sind deshalb als Erstes die Leitungen zur Belieferung der Abgabestellen zu reparieren.

Bei einer Verunreinigung des Quell- oder Grundwassers müssen die Mitarbeitenden der Wasserversorgung zunächst prüfen, ob das Wasser bereits ins Leitungsnetz gelangt ist. In diesem Fall wird die Bevölkerung sofort gewarnt. Handelt es sich um eine biologische Verunreinigung, reicht es, das Wasser abzukochen. Bei einer chemischen Verunreinigung wird die Wasserabgabe unterbrochen. Ist die Verunreinigung noch nicht ins Netz gelangt, ist die entsprechende Wassermenge sofort ausser Betrieb zu nehmen.

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